Phosphorrecycling durch MAP-Fällung

Phosphorrecycling durch MAP-Fällung

Ökoeffektives Phosphorrecycling von P-haltigem Abwasser zur kostengünstigen Nutzung des Nährstoffes in der Landwirtschaft

Einsatzgebiete | Anwendung

  • Bei P-haltigem Abwasser (PO4-P > 70 mg/l, PO4-P > 100 kg/d)
  • In Kombination mit anaerober Vorbehandlung sehr effektiv
  • Wahlweise Batch- oder Durchlaufbetrieb
  • Je nach Anforderung an die MAP Qualität verschiedene Möglichkeiten der Aufbereitung des abgetrennten MAP möglich

Produktbeschreibung

Die Bildung von Magnesium-Ammonium-Phosphat Kristallen („MAP“, Struvit) wird mit der pH-Einstellung (pH > 8,1), der Dosierung von Mg(OH)2 sowie der Anpassung der NH4-N Konzentration (bei Bedarf) erreicht. Die Behälterumwälzung erfolgt durch eine mittelblasige Belüftung und bewirkt eine intensive Chemikalieneinmischung sowie eine Verlängerung der Kontaktzeit der MAP-Kristalle. Zum Rückhalt der MAP-Kristalle wird beim Durchlaufverfahren ein Parallelplattenabscheider am Behälterüberlauf eingesetzt. Beim Batch-Verfahren erfolgt der Rückhalt durch Schwerkraftsedimentation. Die bedarfsorientierte NH4-N-Dosierung wird durch Ermittlung der NH4-N-Konzentration mittels ionenselektiver Messung erzielt. Die notwendige Mg-Dosierung wird durch Messung der PO4-P-Konzentration bestimmt. Für den zyklischen MAP-Abzug werden Verdrängerpumpen eingesetzt. Die MAP-Entwässerung erfolgt durch eine Schneckenpresse, wahlweise in Kombination mit einer MAP-Wäsche zur Verbesserung der MAP-Qualität (Verringerung des OTS). Mit Hilfe der Trübwasserrückführung wird eine Optimierung der MAP-Kristallisierung erzielt. Durch den Einsatz des Regelbausteines RBS-MAP ist gewährleistet, dass ein optimaler Wirkungsgrad der PO4-P-Elimination bei geringstmöglichen
Betriebskosten erreicht wird.

Konstruktionsmerkmale

MAP-Set bestehend aus:

  • Verfahrensrelevante Ausrüstung des Reaktionsbehälters (Belüftung, Zulauf- und Ablaufsystem, MAP-Abzug, MAP-Entwässerung)
  • Regelbaustein RBS-MAP zur Prozessoptimierung

Vorteile

  • Ökoeffektives Phosphorrecycling
  • Wirtschaftlicher Betriebsmitteleinsatz durch Regelbaustein zur Prozessoptimierung
  • Verringerung des Überschussschlammanfalls einer nachgeschalteten aeroben Reinigungsstufe (verringerte Fällschlammmenge)
  • Erhöhung des OTS einer nachgeschalteten aeroben Reinigungsstufe (deutlich reduzierter Fällschlamm)
  • Erhöhung der Betriebssicherheit einer nachgeschalteten aeroben Reinigungsstufe (Erhöhung des Schlammalters)
  • Verringerte Energiekosten einer nachgeschalteten aeroben Reinigungsstufe (Einbindung von NH4-N in Struvit)
  • Durch Strippen von Kohlendioxid pH-Anhebung ohne Chemikaliendosierung
  • Vermarktung des abgetrennten MAP

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