Wasser­behandlungs­anlage Plessa

Errichtung einer Wasserbehandlungsanlage in Plessa zum Schutz der Schwarzen Elster.

Hard Facts

Kunde

LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH

Ausführung­zeitraum

06/2020 – 10/2026

Ort

Plessa, Brandenburg, Deutschland

Leistungen

  • Lieferung und Montage der technologischen Ausrüstung
  •  Wehranlage
  •  Ablaufturbine
  •  Rechenanlage
  •  Entnahmepumpwerk
  •  Entlastungspumpwerk
  •  Reaktionsbecken
  •  Kalkanlage
  •  FHM-Anlage
  •  Betriebs- und Brauchwasseranlage
  •  Druckerhöhungsanlage
  •  Sedimentationsbecken
  •  EHS-Pumpwerk
  •  Schlammeindicker und -entwässerung
  •  Schlammkonditionierung-/-verladung
  •  Trübwasserpumpwerk
  • Brunnenausrüstung
  • Rohrleitungsbau inkl. Armaturen
  • E/MSR-Technik
  • Mess- und Analysetechnik
  • Prozessleittechnik und Automation
  • Elektroenergieversorgung
  • Inbetriebnahme und Probe- und Einfahrbetrieb

82 bis 1.600 l/s

können als Bemessungszufluss zur WBA kontinuierlich aufgenommen werden.

pH-Wert ca. 3

sowie gelöstes Eisen von 14 – 40 mg/l und gesamtes Eisen von 49 – 73 mg/l sind die Parameter des Zulaufs.

pH-Wert 6,5 – 8,5

sowie gelöstes Eisen ≤ 1,0 mg/l und gesamtes Eisen ≤ 3,0 mg/l sind die Werte des Ablaufs.

Die Ausgangs­situation – unsere Basis für Innovation.

Der Braunkohlenabbau im Sanierungsraum Lauchhammer/Schwarzheide begann mit dem Aufschluss der Grube Agnes bei Plessa im Jahr 1897. Anschließend erfolgte die Braunkohlengewinnung in den Tagebauen Koyne (1921 – 1954), Friedländer (1921 – 1944), Anna-Süd (1938 – 1947), Schwarzheide (1944 – 1955), Kleinleipisch (1944 – 1980) und Klettwitz (1949 – 1991). Die jüngsten Aufschlussarbeiten erfolgten im Jahr 1984 zur Erschließung des Tagebaue Klettwitz-Nord. Mit der Stilllegung des Tagebaues Klettwitz-Nord im Jahr 1992 endete der Braunkohlenabbau im Revier Lauchhammer.

Nach der Einstellung der Wasserhaltungsmaßnahmen zur Entwässerung der Tagebaue haben sich in den verbliebenen Hohlformen durch aufsteigendes Grundwasser, zuströmendes Oberflächenwasser und teilweise durch gesteuerte Flutung zahlreiche Tagebauseen gebildet. Zur Sicherung und Einhaltung der vorbergbaulichen Grundwasserstände sind im Rahmen der Regionalplanung auf der Grundlage der bestätigten Sanierungspläne Lauchhammer I und II der Aus- und Neubau von zahlreichen Vorflutern vorgesehen.

Die neu geschaffenen Vorfluter und Seen müssen an öffentliche Vorfluter, wie z. B. den Floßgraben, Hammergraben, Binnengraben und die Schwarze Elster, angeschlossen werden.

Aus den bergbaubeeinflussten Gebieten fließt mineralsaures und stark eisenhaltiges Wasser den Vorflutern zu. Vor der Einleitung in die Schwarze Elster muss das Wasser pH-neutral aufbereitet werden.

Unser Lösungs­ansatz – erfolgreich umgesetzt

Der Neubau der WBA Plessa ist zur Aufbereitung von bergbaulich beeinflusstem Oberflächenwasser vorgesehen. Mit der WBA soll ein Abfluss bis 1,5 × MQ des Hammergrabens am Pegel Plessa vorflutgerecht aufbereitet werden. Hauptziele der Aufbereitung sind die Neutralisation des sauren Oberflächenwassers und die Abtrennung des im Oberflächenwasser enthaltenen Eisens.

Angewandte Technologien

Als ihr lang­fristiger Partner verfolgen wir einen ganz­heitlichen Ansatz und begleiten Sie von der Analyse bis zur Inbetrieb­nahme.

  • Abfluss aus Vorflutern wird mittels Absperrbauwerk reguliert
  • WBA erhält regelmäßig bis 1,5 × MQ Wasser, überschüssiger Abfluss fließt unbehandelt in die Schwarze Elster
  • Rückstau bei Hochwasser: Absperrbauwerk wird geschlossen, überschüssiger Abfluss wird über Entlastungspumpwerk abgeführt
  • Wasser fließt über Schutzrechen zum Entlastungs- und Entnahmepumpwerk
  • Mittelrechen schützt das Entnahmepumpwerk und die WBA
  • Entnahmepumpwerk fördert Wasser zur Behandlung
  • In der Wasserbehandlung wird pH-Wert angehoben und Eisen entfernt (Kalkfällverfahren)
  • Abtrennung des Eisens erfolgt durch Sedimentation in Rundbecken (Eisenhydroxidschlamm)
  • Klarwasser wird in Vorfluter über Ablaufleitung zurückgeführt
  • Ablaufturbine zur Energierückgewinnung am Auslauf
  • EHS-Rohschlamm wird vor Entsorgung durch Eindickung und Entwässerung behandelt, optional Konditionierung

Unsere Experten beraten Sie gern!

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André Wufka

Dipl.-Ing. Vertriebsleiter Industrie